Knigge für den Welpenbesuch bei einer Züchterin Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.



Grundsätzlich gilt:

- Wer krank oder erkältet ist, kommt NICHT auf Besuch. Sowohl die Welpen als auch die erwachsenen Hunde können angesteckt werden.

- Wer einen aktiven Herpes (Fieberblatter, Zoster, Gürtelrose, Augenherpes ...) hat, kommt NICHT auf Besuch. Dies kann für Welpen tödlich sein oder lebenslänglich Probleme machen. Und es kann meinen Zuchthündinnen soviele Probleme bereiten, dass sie nicht mehr zur Zucht eingesetzt werden können.


- Von einem Hundeanlass (Hundesport, Prüfung, Event ...) kommt man NICHT hierher. Auch da wurden schon Keime hereingebracht und ich musste bei 3 Welpen ums Leben kämpfen.

- Eigene Hunde werden NICHT auf Besuch mitgenommen. Ich sorge für genug Hunde (verschiedene Rassen), die meine Welpen sozialisieren. Ausnahmen nur nach Vorabsprache.

- Wenn man auf Besuch kommt, dann zieht man zuvor frisch gewaschene Kleider (und Socken!) an. Die Schuhe werden vor dem Welpenzimmer ausgezogen. Ab 5 Wochen (dann können die Welpen nach draussen), dann kann man mit den Schuhen herein kommen. Allerdings umso wichtiger, nicht von einem Hundeplatz her kommend.

- Zuerst geht man jeweils im Badezimmer die Hände frisch waschen und desinfizieren.

- Die Welpen werden NICHT aufgehoben, sondern man wartet, bis sie zu einem kommen. Das Aufheben über den Bauch gibt das Signal des Raubvogels und löst bei den Welpen Stress aus. Zudem kann es Nabelbrüche provozieren. Auch geht es um die Achtung der Persönlichkeit des Welpen (überraschende Fremdbestimmung vermeiden, kalkulierbares Verhalten des Menschen gegenüber des Hundes). Er soll entscheiden, mit wem er Kontakt haben will. Diese Regel gilt selbstverständlich für ALLE 10 Wochen.

- Es gibt immer wieder die Unsitte, dass Leute ihre Finger in den Mund der Welpen stecken und es lustig finden, wenn diese daran saugen. Das ist keine gute Idee. Erstens trägt man dann fremde Keime auf eine ganz intensive Art und Weise zum Welpen. Zweitens füllt dieser seinen Bauch mit Luft, was auch nicht gesund ist und drittens wollen wir keine dummen Gewohnheiten fördern. Milch gibt es ausschliesslich an der mütterlichen Milchbar und sonst wird nirgendwo gesaugt.

- Sobald die Welpen mobil sind, versucht man sich in Bodennähe still zu verhalten. Es sind bei mir immer genügend Sitzkissen vorhanden. Wenn eine Verschiebung unumgänglich ist, dann bitte LANGSAMES "Schlittschuhlaufen". Zu schnell wird ein Welpe getreten, und das ist immer lebensgefährlich oder kann zu bleibenden Schäden führen. Das gilt auch draussen.

- Weder Welpen noch erwachsene Hundis werden gefüttert oder mit Gudies belohnt.

- Die Hundis dürfen auch nicht auf Hindernisse gehoben oder geschoben werden. Es ist für die psychosoziale Entwicklung sehr wichtig, dass der Welpe seine Welt SELBER entdecken kann. Und dass er nicht von aussen in eine Überforderungssituation gerät.

- Vom Zeitpunkt der Welpenzuteilung an wird in erster Linie nur noch mit dem eigenen Welpen gespielt. Da haben wir ja auch Spielgruppen und unter Anleitung lernen Sie Ihren Welpen und seine Bedürfnisse kennen. Für die Bindung ist es wichtig, dass der Welpe Sie so kennen lernt. Dann macht die Übergabe keine Probleme. Und die Zeit danach wird viel einfacher für den Welpen und Sie selbst. Denn eine starke Bindung zwischen Welpen und Fürsorgegaranten ist das wichtigste für die kommenden 15 Jahre!

Herzlichen Dank fürs Verständnis. Sie möchten ja auch einen gesunden, gut sozialisierten Welpen mit starken Nerven und einer natürlichen Gelassenheit nach Hause nehmen.