Infos zur Gesundheit Ihres Pudels Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Grundsätzlich gehört der Pudel zu den gesündesten Hunden. Trotzdem, es können immer mal wieder Situationen auftauchen, die einen Tierarztbesuch erfordern.

Zudem gilt es auch, bestimmte präventive Massnahmen einzuhalten. Nachfolgend ein paar - nicht abschliessende Tipps.

Impfungen und Immunisierung

Wenn Sie einen Welpen erwerben, so muss dieser mind. 1 x geimpft worden sein. Die Grundimmunisierung bedarf aber 2 (-3) Impfungen. D. h. Sie müssen sehr bald (die Züchterin wird Sie informieren wann) die 2 Impfung vornehmen. Meistens wird mit 8-9 und mit 11-12 Wochen geimpft. Manche Züchter machen im Alter von 6 Wochen noch eine sogenannte Puppy-Impfung (Parvo).

Bis zum vollen Impfschutz wäre es besser, noch nichtzu viele Hundekontakte zu haben. Überhaupt: Beginnen Sie mit den Welpenstunden erst, wenn Ihr kleiner Hund schon eine Bindung zu Ihnen und Vertrauen in Sie aufgebaut hat. Lassen Sie den Welpen zuerst bei Ihnen zuhause ankommen und sich einleben. Wenn er dann an Sicherheit und Selbstverständlichkeit gewonnen hat, ist es Zeit mit Welpen- und Junghundeunterricht zu beginnen. Gehen Sie nur mit einem toppfiten und gesunden Welpen in die Welpenschule.

Tierarztbesuch

Wenn Sie zum ersten Mal mit Ihrem Welpen beim Tierarzt sind, schauen Sie, dass der Besuch stressfrei über die Bühne geht. Nehmen Sie Gutzies mit, oder ein Spielzeug. Benehmen Sie sich möglichst neutral. Wenn Sie den Hund zu sehr beruhigen wollen, denkt er, da ist was Gefährliches und baut so Ängste auf, die gar nicht da wären.

Der Tierarzt wird eine erste Grundkontrolle machen. Das ist wichtig, dann hat er Vergleichswerte, wenn Ihr Tier mal krank sein sollte.

Falls Sie ins Ausland fahren wollen, beachten Sie, dass die Tollwutimpfung Pflicht ist (erkundigen Sie sich überhaupt, welches Land welche Impfungen vorschreibt), dann machen Sie auch eine Tollwutimpfung, aber NIE gleichzeitig mit der Grundimmunisierung. Mind. 4 Wochen sollten dazwischen verstreichen, damit die Gefahr eine Impfreaktion herab gesetzt ist. Die Tollwut-Impfung sollte nach heutigen Erkenntnissen aber möglichst hinaus gezögert werden, besser nicht vor 1/2 jährig, besser noch erst mit etwa 1 Jahr. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt und planen Sie allfällige Auslandaufenthalte rechtzeitig.

Entwurmungsprogramm natürlich oder mit der chemischen Keule

Bei der Züchterin werden die Welpen regelmässig und in kurzen Abständen (alle 2 Wochen)  entwurmt. Wenn Sie einen Welpen nehmen, dann entscheiden Sie sich, entweder mit natürlichen Mitteln zu entwurmen (bestimmte Kräuter, afrikanischer Ingwer etc.) und regelmässig einen Wurmcheck durchzuführen (und nur bei Bedarf zu entwurmen), oder Sie entwurmen den Hund jeweils vierteljährlich.

Der Welpe, welcher zu Ihnen kommt, sollte also entweder 3-5 Tage vor dem Impftermin nochmals entwurmt werden, oder aber Sie lassen ihn zuvor testen und entwurmen nur, wenn er tatsächlich Würmer, Chardien, etc. in sich trägt. Das ist viel verträglicher und fördert weniger Resistenzen.

Ein Wurmmittel muss unbedingt aufs Gewicht des Welpen abgestimmt sein. Erwachsene Hunde und Welpen, die allerhand (z. B. auch Regenwürmer, Schnecken, Kot, Mäuse ...)  zusammen fressen, sind mehr gefährdet zu verwurmen.

Es gibt pflanzliche Mittel, die anstelle der chemischen Entwurmungstablette gegeben werden können (siehe Tipps unter "Ernährung"). Knoblauch und Zwiebeln sind nicht nur ungeeignet, sie sind für Hunde toxisch (giftig) und verändern das Blutbild. Auf diese "Wurmvertreiber" also bitte verzichten.

Ich entwurme regelmässig mit afrikanischem Ingwer.

Unter www.tierheilkunde-bei-tieren.de können auch chinesische Kräuter gegen Würmer bezogen werden.

Achtung: Gardien sind keine Würmer sondern Eizeller (Geisseltierchen) docken an die Darmwand an und schädigen diese. Giardien und Kokzidien werden mit den normalen Wurmkuren nicht bekämpft. Giardien fühlen sich besonders wohl in feuchter Umgebung, Zwingerhaltung und unhygienischen Zuständen. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass importierte Hunde einschleppen. Die Übertragung geschieht bereits beim Beschnüffeln von fremdem Kot und beim Trinken aus einer gemeinsamen Schüssel. Oft ist der Kot matschig und gelblicher als üblich, kann auch schleimig oder sogar blutig sein. Erbrechen kann dazu kommen. Tiere sind aber meistens trotzdem vital! Eine - meistens mehrmalige - Behandlung mit dem Wirkstoff Fenbenzadol (Panacur) oder Metronidazol hilft.



Konsequenz

Falls Sie nicht vierteljährlich den Kot des Hundes testen und konventionell entwurmen, bitte mindestens 1x pro Jahr eine Wurmkur mit Panacur (wirkt auch gegen Chardien) durchführen, und nicht immer dasselbe Wurmmittel einsetzen.

Ich lasse meine Hundis nie an "öffentlichen" Hundenäpfen trinken, auch nicht beim Tierarzt! Im Kanton Aargau sind Giardien sehr stark verbreitet, viele Infektionen den Flüssen entlang.

Wichtig in Bezug auf die Verbreitung von Würmern und anderen Darmparasiten, dass der Hundekot KONSEQUENT eingesammelt und mitgenommen wird!

Blasenentzündung

Als ich selber Welpen kaufte, hatte fast jede Hündin am Anfang ein Blasenproblem. Das kann von der Pflege der Mutterhündin kommen, wenn sie die Welpen säubert, und vor allem bei den kleinen Hündinnen dadurch Bakterien vom Darm in die Scheide eintreten.

Heute empfehle ich, bei Welpen bald einmal eine Cranberry-Kur (Achtung Menge auf Körpergewicht abstimmen! Bezugsquelle für Cranberry-Pulver: Reformhaus). Das stärkt die Ausscheidungsorgane und hilft Infekte in der Anfangszeit zu bekämpfen. Dieses Pulver kann einfach dem Futter beigemischt werden.

Ich mache auch mit meine erwachsenen Hundis jeweils im Frühling und im Herbst eine Cranberrykur, präventiv, um die Ausscheidungsorgane zu stärken. Achtung: keine gesüssten/gezuckerten Cranberry-Säfte verwenden. Nebst dem Pulver (Extrakt) können auch ungesüsste, gedörrte Cranberries (z. B. als Belohnungsguties) gegeben werden, wenn sie nicht geschwefelt wurden.

Zahnwechsel und Zahnkontrolle

Ein 12 Wochen alter Welpe hat noch immer die Milchzähne. Irgendwann werden diese dann wie beim Menschen durch die "Zweiten" ersetzt. Meist geht das fast unbemerkt über die Bühne. Manchmal findet man in der Wohnung Milchzähne, oder man entdeckt Blutspuren, wenn der Hund etwas nagt.

Die zweiten Zähne sind lange nicht richtig verankert. Reisspiele können sowohl Milchzähne als auch die Zweiten ausreissen oder ihre Stellung verändern. Verzichten Sie auf Reissspiele, und wenn, sind Sie behutsam.

Zudem kontrollieren Sie, wie die zweiten Zähne wachsen. Wichtig ist, dass die Eckzähne (Canini) sich nicht ins Zahnfleisch bohren. Wenn Sie Bedenken haben, zeigen Sie das Gebiss entweder der Züchterin oder dem Tierarzt. Bei Engstand kann eine regelmässige Massage sehr viel helfen. Sie dürfen aber nicht zuwarten, sollten sofort Rat holen. Operationen sind immer viel teurer.

Noch etwas: Wer seinem Welpen und Junghund sehr viele Kauartikel gibt, nimmt in Kauf, dass sich der Kopf verändert und (zu) breit wird. Wer zu wenig Kauartikel zur Verfügung stellt, nimmt in Kauf, dass sich das Gebiss suboptimal entwickelt. Auf der andern Seite hat ein Stück hartes Brot (1x wöchentlich, Achtung kein Nussbrot, Nüsse sind giftig für Hunde) eine gute Wirkung gegen Zahnsteinbildung.

Hierzu kommt noch die Gefahr, durch zu harte Kauartikel den Schmelz zu beschädigen oder gar Fehlstellungen zu fördern. Siehe Unterseite "Infos zur Ernährung".

Und noch etwas für mich Wichtiges: Tennisbälle schädigen das Gebiss (siehe linkes Bild!) und die Zähne, sobald der Hund auf dem Ball rumkaut. Auch die sogenannten Hunde-Tennisbälle! Alles Harte, Knochen, Stöckchen ...

Vorsicht auch, wenn Sie Apport-Gegenstände aus dem Hundemaul herausdrehen. Das kann Zahnfehlstellungen u. a. bei den Eckzähnen (Canini) erzeugen.

Hygiene

Hunde brauchen stets frisches Wasser, welches auch jederzeit zur Verfügung ist. Die Hundenäpfe sollen täglich ausgespült und alle 3 Tage gründlich gereinigt werden. Achtung, wenn Altwasser o. Ä. im Garten oder auf den Spaziergängen zugänglich ist. Da können verschiedene Krankheiten und Parasiten aufgelesen werden!

Die Regel gilt: fliessende saubere Gewässer, da darf der Hund trinken und baden. Stehende Gewässer meiden, ausser Seen.

Zurzeit breitet sich die Staupe über die Fuchspopulation aus. Aus diesem Grunde sollten im Freien keine Hundenäpfe (weder Fress- noch Trinknäpfe) stehen gelassen werden. Die Infektionsgefahr ist viel zu gross.

Noch etwas zu den Weichmachern. Trinkwasserflaschen oder -Kanister müssen unbedingt als "lebensmitteltauglich" bezeichnet sein, sonst können sich giftige Weichmacher in der Flüssigkeit festmachen. Auch bei Erhitzung (z. B. Auto) ist es möglich, dass diese Weichmacher vermehrt ins Trinkwasser gelangen.



Hitze, Kälte, Nässe, Luftzufuhr

Im Auto steigt die Temperatur bei Sonnenschein (auch im Herbst und Frühling) schnell auf lebensbedrohliche Höhe. Ein Fensterspalt genügt nicht. Das Auto muss gut durchlüftet sein, wenn Hunde darin warten müssen.

Oft wird auch unterschätzt, dass im Winter die Sauerstoffzufuhr schnell zum Problem wird, wenn alle Fenster geschlossen sind. Auch bei Minustemperaturen: Ein kleiner Spalt muss Frischluftzufuhr  gewährleisten.


Im Sommer brauchen Hundis Schattenplätze und dürfen der Sonne nicht ungeschützt über längere Zeit ausgesetzt werden. Weder im Auto noch im Freien!  Auch Wasser muss jederzeit zur Verfügung stehen.

Die Kälte ist immer das kleinere Problem als die Hitze. Allerdings darf man die Hunde nicht über längere Zeit im Winter im Freien liegen lassen. Solange die Hunde sich bewegen, braucht man sich bei einem gesunden Hund keine Sorgen zu machen. Herumliegen oder Nässe-Kälte und/oder Wind/Zugluft schädigen die Gesundheit jedoch schnell einmal.


Im Auto unterkühlen kurzhaarige Hunde und auch Pudel (weil sie keine Unterwolle haben und auch kein schützendes Deckhaar) schnell. D. h. ab minus 5 Grad wird es schnell gefährlich. Ich habe 4 Snuggle-Safe-Hundebettflaschen (siehe Shop), viele weiche Decken und einen doppelten Fleece-Mantel für jeden Hund, und dann können wir auch die kalte Jahreszeit vernünftig überstehen, so dass die Hunde auch mal 1-2 Std. im Auto warten können - natürlich nur, wenn sie nicht nass sind.

Der amerikanische Musher John Suter bewies 1976 mit seinem Sechsergespann mit schwarzen Grosspudeln, wie ausdauernd diese Tiere sein können. Das härteste Schlittenhunderennen der Welt, dem Iditarod quer durch Alaska (1600 Kilometer!), beendete er zwar nicht als Sieger, aber es war eines der wenigen Gespanne, die das Rennen nicht aufgaben und das Ziel erreichten! Allerdings, auch Suter hat seine Pudel gegen Kälte geschützt, siehe Interview auf der Unterseite "Sport und Einsatz".

Gifte, Vergiftungen

- Ausgelegte Giftköder von Hundehassern, das Problem nimmt zu!

- Walnuss, Baumnuss (kann tödlich sein, v. a. auch die grüne Nussschale, jedoch auch die gereinigten Nussschalen, da gibts einen sehr toxischen Pilz drauf, der von Auge nicht sichtbar ist)

- Knoblauch und Zwiebel, roh oder gekocht (verändern das Blutbild)

- klassische Giftpflanzen im Garten und in der Natur


- Trauben  und Rosinen, v. a. im Gärstadium oder bei Fäulinsprozessen

- Avocado und Aocado-Öl (können tödlich sein)

- Rhabarber

- die meisten Zimmerpflanzen, viele Zierpflanzen, z. B. Oleander!

- Tabak, Zigaretten, Zigarettenstummel etc.

- Schokolade (kann je nach Menge auch tödlich sein)

- bestimmte giftige Gehölze (Eibe, Buchs, Zierlorbeer ...)

- Futter, das rumgestanden und Bakterien entwickelt hat

- ect.

Zecken, Flöhe, Räuden, Ektoparasiten ...

Es gibt chemische Mittel zur Abwehr von Parasiten, Insekten und anderen "Viechern". Ich bevorzuge den natürlichen Weg. Hier deshalb einige aufgezählt:

- im Tierfachhandel erwerbbare äetherische Öle (Achtung, können Irritationen auslösen und sind gefährlich für trächtige Hündinnen, fördern den Abort, . a. auf Produkte mit Nelkenöl unbedingt zu verzichten + Packungsbeilage lesen).


- Kokosfett im Brustbereich, am Kopf und Hals, zwischen den Beinen und auf der Kruppe einschmieren. Zieht schnell ein. Pflegt Haut und Haar und hilft gegen Zecken.

- Psorium vet. comp. ist ein homöopathisches Mittel (Herbamed) und bewährt sich auch (ich staune nur, wie gut es wirkt, täglich ins Futter geben)

- Bernsteinketten helfen Zecken und Parasiten abwehren (Achtung, Gefahr hängen zu bleiben und zu ersticken).

- Lavendelöl auf den Nacken tröpfeln

- In Sachen Knoblauchpulver scheiden sich die Geister, weil Knoblauch das Blutbild verändert. Zudem stinkt der Hund dann wirklich unangenehm. Es gibt einen Kräutermix mit wenig Knoblaupulver drin, ist auf jeden Fall besser.

- Formel Z (im Shop), ist ein Vitamin-B-Komplex auf den Hund abgestimmt

Durchfall, Verdauungsprobleme

Ein gewöhnlicher Durchfall kann mit Johannisbrotmehl behandelt werden. Das habe ich immer im Hause (bologisches Jphannisbrotmehl zu beziehen im Shop). Schon die alten Römer behandelten ihre Hunde gegen Durchfall und Appetitlosigkeit mit gemahlenem Johannisbrot. 1x pro Woche auch dem Futter zugeben.

Manche Hunde fressen Schnee und bekommen davon Durchfall. Präventiv ein Butterbrötli (Happen) füttern, es geht um die Butter, nicht ums Brot. Das hilft, und meist gibts dann gar keinen Durchfall.

Übrigens, oft zeigen sich Verdauungs- oder Magenprobleme mit einem "aufgezogenen" oder runden Rücken. Allerdings können Hundis den Rücken auch in Stresssituationen hochziehen. Wenn der Rücken aber auch in stresslosen Phasen hochgezogen ist, dann würde ich mal bei einer Ernährungsberaterin (oder allenfalls beim Tierarzt) die Verdauung genauer unter die Lupe nehmen lassen.

Hunde-Apotheke

Die meisten Hunde-Apotheken taugen nichts. Ich habe schon 3 gekauft, und es hatte nicht mal eine Klebe-Binde drin. Am besten stellt man sich selber eine zusammen. In eine Hunde-Apotheke gehört folgender Inhalt:

- Gaze, Verbandmaterial, Alflex-Binden

- Hundeschuh

- Desinfektionsmittel (z. B. Betadine-Lösung)

- Schmerztabletten

- Arnicatabletten (homöpathisch)

- SOS-Spray oder Notfalltropfen (Bachblüten)

- Aloe Vera Spray für alle Verletzungen, Haurirritationen, Insektenstiche, Sonnenbrand ... (bei uns zu beziehen)

- Kollodiales Silber (machen wir auch selber, äusserlich und innerlich anzuwenden)

- Zeckenzange

- Schere, Pinzette

- Fieberthermometer

Gesundheits-Fragen für Hundehalter/innen

-  Ist mein Hund fit, wach, aufmerksam und unternehmenslustig, kräftig, belastbar?

-  Atmet mein Hund in Ruhephasen ruhig, und kann er nach Stress oder Anstrengung in nützlicher Frist das Hecheln wieder aufgeben?

-  Riecht mein Hund angenehm (grundsätzlich, Mund, Pfoten, Ohren, Hinterteil) und gesund und verhält sich entsprechend?

-  Bewegt sich mein Hund frei und gerne und zeigt keine Anzeichen von Schmerzen oder Beeinträchtigungen?

-  Ist das Auge klar, schaut aufmerksam, weder gerötet noch tränend noch matt noch sonst wie irritiert?

-  Riecht das Ohr gut, neutral und zeigt weder Rötung noch Verschmutzung und andere Hundis interessieren sich nicht übermässig dafür? Wenn der Hund den Kopf schüttelt, kann z. B. auch eine Ohrenentzündung vorliegen.

 

 

 

 

-  Kann sich mein Hund nach dem Spiel oder irgendwelchen Vorkommnissen wieder in nützlicher Frist entspannen und ruhig schlafen?

-  Hat mein Hund einen angemessenen Wach-Schlaf-Rhythmus?

-  Liegt die Temperatur meines Hundes zwischen 37.5° und 39° C (Welpen bis 39.5° C)

-  Pinkelt mein Hund frei und zügig und kann den Urin ohne Probleme 4 Std. und auch über die ganze Nacht halten? Nehme ich keinen Uringeruch wahr? Ist der Liegeplatz nach dem Schlafen total trocken? (Sonst abklären, ob z. B. Inkontinenz - oft als Folge einer Kastration - vorliegt)

-  Wird der Kot in einer guten Konsistenz mind. 1x täglich abgegeben? Ist der After sauber? Verhält sich der Hund gelassen, vor, während und nach dem Abkoten?

-  Kratzt sich mein Hund nur selten, und nicht an den Ohren?

Gehirnleistung, Konzentration, Aufmerksamkeit

Ein Hund kann innerhalb einer Übung nur wenige Minuten voll konzentriert arbeiten, dann fällt die Konzentration wie beim Menschen ab. Ausser, die Übung ist so angelegt, dass der Hund immer wieder in die Aufmerksamkeit zurück gelockt wird. Dies ist z. B. beim Fährten oder Mantrailen der Fall. Aber auch da gilt, selbst profi-mässig ausgebildete Mantrail-Hunde werden nach 20-30 Minuten ersetzt. In der Hundeschule gibt es in der Regel kurze Pausen, die sind wichtig, dass der Hund sein Gehirn "hinunter fahren und ausruhen" kann, um danach in alter Frische weiter zu arbeiten.

Neuerdings gibt es auch bei Hunden das Phänomen von AD(H)S. Es muss natürlich immer abgeklärt werden, ob der Hund sich ein unerwünschtes Verhalten angewöhnt hat (z. B. durch fehlende lenkende Erziehung oder wegen zu wenigen Beschäftigungen, also als Stresssymptom) oder ob es von klein auf vorhanden war. So oder so hilft auch bei den Hunden die Vergabe von Omega-3-Fettsäuren und OPC (bei uns günstige Bezugsquelle erfragen).

Intaktes Immunsystem

Industrielles Hundefutter ist in der Regel gut vitaminisiert. Wenn mit Rohfütterung ernährt wird, muss gut auf eine sichernde Grundversorgung geachtet werden. Siehe Infos Ernährung.

Zur Förderung eines gut funktionierenden und belastbaren Immunsystems füttere ich z. B. Kolostrum zu, gebe jeweils einen Schuss naturreinen Aloevera-Saft ins Futter (Bezusquelle bei uns erfragen) oder andere Antioxidatien. Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht, unsere Hundis sind robust und kennen keine Infektionen.

Achtung, keinen Aloe-Vera-Saft bei trächtigen Hündinnen!